
Der Junge Held kehrte nicht mehr zu dem Schmied zurück. Denn er merkte wohl, das ihn dieser mit arger List zu täuschen versucht hatte. Er bat den Köhler, ihm den Weg zu dem Drachen zu weisen. Der Köhler erzählte Siegfried, das nicht weit von hier in einem zerklüfteten Berg der Zwergenkönig Nibelung einen unermessliche Hort zusammen getragen hätte. Nach seinem Tod sei dieser ganze Reichtum an seine Söhne gefallen, die deswegen in grossen Zwist gerieten. Oben auf dem Gipfel hause der furchtbare Lindwurm. Als Siegfried das hörte, machte er sich sofort auf den Weg. Sein erstes Abenteuer hatte in ihm unbändige Lust nach neuen Taten entfacht. Bei Morgengrauen kam er an den Berg und hö,rte ein entsetzliches Stöhnen. Er wänte, die Nibelungen seien wieder in Streit. Siegfried rief in die Höhle: Hollaho....., werdet Ihr wohl Frieden halten. Aber es war nicht das Gezänk der Zwerge gewesen, sondern das Schnarchen des Drachen. Auf Siegrieds anruf antwortete schauerliches Gebrüll, und schon ringelte sich der greuliche Wurm, Feueratem vor sich herstossend, aus der Höhle. Geschick wich der der Held, der beissenden Glut aus, und das Untier von der Seite her anspringend, stiess er zum erstenmal seinen Stahl durch den Schuppenpanzer. Hochauf schoss, der Urweltriese, um sich mit grimmiger Wut auf seinen Gegner zu stürzen, aber dieser schlüpfte dem Lindwurm unter den Bauch und machte ihm mit gewaltigen Stössen den Garaus.